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Schmucklexikon

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A

Achat
Alpaka
Anlaufen
Amethyst
Aquamarin


Achat

Achat besteht aus verschiedenen mikrokristallinen Varietäten von Chalcedon. Dieser hat eine auffällige streifenartige Zeichnung. Unter anderem gehören zu den Achat-Steinen der Moosachat und der Onyx.

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Alpaka

siehe Neusilber

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Anlaufen

Anlaufen ist die Bildung eines dünnen Überzugs auf Metallen. Silberschmuck z.B. reagiert hauptsächlich mit dem Schwefel des in der Luft enthaltenen Schwefelwasserstoffs. Diese unliebsame Veränderung ist keine mangelnde Qualität, sondern eine bekannte Eigenschaft dieses Metalls. Der Grad des Anlaufens und auch eventuell entstehende Verfärbungen der Haut hängen sowohl von der Zusammensetzung der Luft, als auch von Chemikalien, Kosmetika und dem Säureschutzmantel der Haut ab.

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Amethyst

Der Amethyst ist, wie auch der Bergkristall, ein Quarz. Die violette Farbe des Amethysts reicht von einem sehr hellen, leicht rosafarbenen bis zu einem sehr dunklen Violett. Die Farbe ist im Kristall meist unregelmäßig verteilt. Ein Amethyst, den man sehr stark erwärmt (Brennen), verändert seine Farbe in gelb und wird Citrin genannt. Der Name ist abgeleitet von dem griechischen Wort amethystos - "dem Rausche entgegenwirkend" und man glaubte, der Träger sei gefeit gegen die Wirkung des Weins.

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Aquamarin

Der beliebte Aquamarin gehört wie der Smaragd zur Edelsteinfamilie der Berylle und leuchtet transparent von Himmelblau bis zum tiefen Meerblau. Er ist recht hart (7 -8 auf der Mohs'schen Skala) und ist deshalb unempfindlich und verkratzt nicht leicht. Der Aquamarin scheint das Blau der Ozeane eingefangen zu haben und stammt der Sage nach aus dem Tresor der Meerjungfrauen. Er gilt als Glücksstein der Seeleute. Der Name leitet sich ab aus den lateinischen Begriffen Aqua - Wasser und Mare - Meer. Da die für Schmucksteine begehrteste Farbe, ein transparentes, intensives Blau, in der Natur selten vorkommt, wird gerne durch Brennen nachgeholfen.

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B

Bergkristall
Bernstein
Brennen
Brillant


Bergkristall

Bergkristall ist klarer, reiner Kristallquarz und farblos. Er kommt relativ häufig vor und wird wegen seiner Transparenz und dem starken Glanz oft als Ersatz für teurere Steine verwendet. Der Bergkristall wird auch "Stein des Lichts" genannt und man schreibt ihm seit jeher energie- und kraftspendende Eigenschaften zu. Das Wort Kristall leitet sich ab aus dem Griechischen: Krystallos bedeutet "gefrorenes Wasser".

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Bernstein

Als Bernstein bezeichnet man einen klaren bis undurchsichtigen goldgelben Schmuckstein, der aus fossilem Harz besteht. Aus diesem Grund ist der Bernstein nicht mineralisch und zählt genau genommen nicht zu den Edelsteinen. Bernstein ist einer der ältesten Schmucksteine und sehr leicht. Ihm wird eine heilende, schmerzstillende Wirkung nachgesagt und noch heute hängen Mütter ihren zahnenden Kindern Bernsteinketten um, um die Schmerzen zu lindern.

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Brennen

Beim Brennen erhitzt man einen Schmuckstein, um seine Farbe zu verändern. Am bekanntesten ist das Brennen beim Amethyst, der dadurch seine Farbe zu gelb, manchmal auch zu grün verändert.

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Brillant

Ein Brillant ist ein mit Brillantschliff versehener Diamant, der häufigsten Schliffform für Diamanten. Dieser Schliff hat im oberen Teil mindestens 32 und im unteren Teil mindestens 24 Facetten.

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C

Cabochon
Carat
Chatoyance
Citrin


Cabochon

Ein Cabochon ist ein rund oder oval geschliffener Schmuckstein mit flacher Unterseite und gewölbter Oberseite. Dieser Schliff verstärkt die irisierende Wirkung z.B. von Katzenaugen-Quarzen und Opalen.

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Carat (Karat)

Carat bezeichnet eine Gewichtseinheit für Schmucksteine und Gold. Bei Gold sind 24 Karat gleich 100 % gleich 999er Gold. Bei Edelsteinen ist ein Karat gleich 200 mg.

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Chatoyance

Die Chatoyance oder auch der Katzenaugeneffekt ist ein Lichteffekt in Schmucksteinen mit feinen, parallel liegenden Fasern, die das Licht senkrecht zu ihrer Achse reflektieren, so dass ein Lichtstreifen sichtbar wird, der an die schlitzförmigen Augen der Katze erinnert. Um diesen Effekt zu verstärken, werden solche Schmucksteine oft zu Cabochons geschliffen. Das Wort Chatoyance leitet sich ab vom französischen chatoyer, was schimmern bedeutet.

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Citrin (Zitrin)

Der Citrin ist eine gelbe, ziemlich seltene Variante des Quarzes. Die meisten Citrine sind daher vermutlich aus Amethysten durch Brennen entstanden und dürften eigentlich nicht so genannt werden.

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D

Diamant
Dublette


Diamant

Der Diamant ist eine Form des Kohlenstoffs und ist das härteste natürliche Mineral. Er ist in reinem Zustand farblos und transparent, aber er kann durch Verunreinigungen in den verschiedensten Farben vorkommen. Farbige Diamanten werden auch "Fancy Diamonds" genannt und sind wertvoll, da reine und intensive Farben selten vorkommen. Ein Diamant hat einen starken Glanz und eine sehr hohe Lichtbrechung, so dass er seit jeher als Edelstein geschliffen wird (siehe Brillantschliff). Der Name leitet sich aus dem griechischen Wort adáms ab, was unbezwingbar bedeutet. Seit 1955 ist es möglich, durch Pressen von Graphit unter enormen Drücken, synthetische Diamanten herzustellen. Die Kriterien zur Bewertung eines geschliffenen Diamanten sind die sogenannten "vier C": Masse in Karat (carat weight), Reinheit (clarity), Farbe (colour) und Schliff (cut).

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Dublette

Eine Dublette ist ein Schmuckstein aus zwei miteinander verklebten Teilen, wobei bei einer echten Dublette zwei gleichartige Steine zusammengefügt werden, um einen größeren Stein zu erhalten. Häufiger ist die sogenannte halbechte Dublette, wobei das Oberteil aus einem echten Stein besteht, der auf einen wertloseren Träger aufgebracht wird.

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E


Edelstahl

Als Edelstahl bezeichnet man Stahlsorten höchster Reinheit mit einem Phosphor- und Schwefelgehalt von unter 0,035 Prozent. Durch Legierungen mit anderen Metallen wird der Edelstahl besonders hart, belastbar und rostfrei. Aufgrund seiner Unempfindlichkeit lässt sich Edelstahlschmuck auch im Alltag besonders gut tragen. Der für Schmuck verwendete Edelstahl gibt fast keine Nickelsalze an den Körper ab, so dass er auch für Menschen mit Allergien bestens geeignet ist.

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F

Fassen
Feingehalt
Feuervergoldung
Filigran


Fassen

Als Fassen bezeichnet man das Befestigen eines Schmucksteins in einer Halterung. Die Fassung wird hergestellt durch das Treiben von Metall über den Stein.

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Feingehalt

Der Feingehalt bezeichnet den Anteil des höchstwertigen Metalls einer Legierung. Er wird in Promille angegeben, so enthält z.B. 925er Silber 925 von tausend Teilen Silber. Bei der Reinheit von Gold wird auch die Maßeinheit Karat benutzt.

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Feuervergoldung

Schmuckstücke werden mit einer Schicht aus Feingold überzogen, indem man das Feingold in Quecksilber zu Goldamalgam löst. Dieses wird auf die zu bearbeitende Fläche aufgetragen und das Quecksilber verdampft, so dass eine matte Goldschicht übrig bleibt, die dann poliert werden kann. Dieses Verfahren wird aufgrund der Gesundheitsgefährdung durch das Quecksilber nicht mehr angewendet, es wurde durch das einfachere Galvanisieren ersetzt.

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Filigran

Unter Filigran versteht man Schmuckarbeiten aus feinen Metallfäden mit aufgesetzten Metallperlen. Die Drähte werden auf eine Unterlage gelötet oder zu räumlichen Gebilden geformt.

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G

Galvanisieren
Gemme
Gold
Granat
Gravieren


Galvanisieren

Die Oberfläche von Schmuckstücken wird durch elektrisch leitfähige Bäder mit einem anderen Metall beschichtet, z.B. beim Vergolden von Silberschmuck.

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Gemme

Eine Gemme ist ein geschnittener Schmuckstein, wobei man unter einer Gemme heutzutage meist einen Schmuckstein mit einem vertieft eingeschnittenen Motiv versteht. Der Gegensatz dazu ist eine Kamee, bei dem der Hintergrund des Motivs weggeschnitten wird, so dass das Motiv reliefartig herausragt.

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Gold

Gold wird aufgrund seiner Farbigkeit und seines beständigen Glanzes schon seit mehreren tausend Jahren zur Schmuckherstellung verwendet. Die Oberfläche reinen Goldes läuft nicht an. Das Anlaufen kommt gelegentlich bei Legierungen vor. Goldlegierungen sind zur Schmuckherstellung unerlässlich, da das reine Gold sehr weich ist, etwa wie Zinn und auch sehr dehnbar, was sich beim Blattgold zeigt. Gold wird hauptsächlich mit Silber und Kupfer legiert, beim Weißgold z.B. aber auch mit Palladium, einem Platinnebenmetall. Durch Silber wird das Gold blasser, durch Kupfer rötlicher. Das Feingold hat mindestens eine Legierung von 999,6, das entspricht 24 Karat. Die gebräuchlichsten Legierungen für Schmuckstücke sind 750er (18 Karat) und 585er (14 Karat) Gold. 333er Gold (8 Karat) mit seiner messingartigen Farbe ist nicht korrosionsfest.

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Granat

Granat bezeichnet eigentlich eine ganze Gruppe von Silikatmineralen, obwohl die meisten Menschen diesen Edelstein mit der Farbe "Granatrot" verbinden und damit meist den Pyrop oder Almandin meinen. Es gibt aber z.B. auch verschiedene grüne Granatsteine. Der Granat findet schon seit der Antike als Schmuckstein Verwendung, im Mittelalter war er als Karfunkel bekannt. Angeblich soll dieser Stein Selbstvertrauen, Willensstärke und Lebensfreude bringen, weshalb die Krieger des Mittelalters Granate in Schwertknauf und Schild zum Schutz gegen Verwundungen verwendeten.

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Gravieren

Gravieren ist das Einschneiden von Mustern oder Schriftzeichen in eine Fläche wie Metall, Glas oder Stein. Wurden früher Schmuckstücke von Hand graviert und dann bei der Maschinengravur Teile herausgefräst, so ist die modernste Technik die Lasergravur, bei der das Material durch den Laserstrahl so stark erhitzt wird, dass es verdampft oder verbrennt.

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H

Halbedelstein
Härte


Halbedelstein

siehe Schmuckstein

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Härte

Als Härte bezeichnet man den Grad des Widerstands, den ein Körper dem Eindringen eines andern Körpers entgegensetzt, d.h. harte Materialien ritzen weiche. In der Mineralogie wird zur Zuordnung die Mohs-Skala von 1 (Talk, mit dem Fingernagel schabbar) bis 10 (Diamant als härtestes natürlich vorkommendes Mineral) benutzt.

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I


Imitation

Imitation ist die Nachahmung eines wertvollen Materials durch ein billigeres, was nicht das Gleiche ist wie eine Fälschung, solange das Imitat nicht als Original ausgegeben wird. Bei der Schmuckherstellung dient häufig der Zirkonia als Ersatz für Diamanten.

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J


Jade

Jade ist die übliche Bezeichnung zweier Minerale, Jadeit und Nephrit. Jade ist also kein Mineralname, sondern ein Begriff, der diese beiden Minerale bezeichnet, wenn sie in einer bestimmten Menge und Form vorliegen. Der als Jade bezeichnete Schmuckstein ist undurchsichtig bis leicht durchscheinend und hell- bis dunkelgrün. In China wird Jade schon seit ca. 5.000 Jahren verwendet und ist als Glücksbringer sehr beliebt.

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K

Kamee
Karat
Katzenauge
Korund


Kamee

Eine Kamee ist eine Gemme bei der der Hintergrund des Motivs weggeschnitten ist, so dass es erhaben auf dem Schmuckstein liegt.

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Karat

Karat ist eine Gewichtseinheit für Edelsteine, siehe Carat. Es bezeichnet auch den Feingehalt von Goldlegierungen.

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Katzenauge

Als Katzenauge bezeichnet man einen Cabochon, der im Licht einen leuchtenden Streifen zeigt. Dieser Effekt wird als Chatoyance bezeichnet und zeigt sich z.B. bei Chrysoberyll, Chalzedon, Turmalin und Aquamarin. Alle Schmucksteine mit diesem Effekt, außer dem Chrysoberyll, müssen als Zusatz den Namen des Ursprungsminerals angeben.

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Korund

Korund ist das nach dem Diamant härteste Mineral (Härte 9) und in reinem Zustand farblos. Die Farbe ist allerdings je nach Verunreinigung sehr variabel, besonders wertvolle Varianten sind der Rubin und der Saphir.

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L

Lapislazuli
Legierung
Löten


Lapislazuli

Der Lapislazuli ist ein Gemenge verschiedener Mineral, der seine typische, intensivblaue Farbe dem Lasurit verdankt. Er ist meist durchzogen mit andersfarbigen Bänder oder Flecken, wobei das goldfarbige Pyrit besonders dekorativ wirkt. Das intensive Blau hatte für die Kunst der alten Meister einen unermesslichen Wert, da das Ultramarinblau damals aus echtem, zermahlenen Lapislazuli hergestellt wurde. Der Lapislazuli ist nicht besonders hart und wird deshalb oftmals zum Schutz mit einem farblosen Wachs oder Kunstharz überzogen, was die Trageeigenschaften aber nicht beeinträchtigt. Man schreibt dem Stein die Eigenschaft zu, die Harmonie in zwischenmenschlichen Beziehungen zu fördern, weshalb er als Stein der Wahrheit und der Freundschaft gilt.

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Legierung

Eine Legierung ist eine Mischung aus einem Grundmetall mit einem oder mehreren anderen Elementen, meist auch Metallen. Um Metalle als Werkstoff besser nutzen zu können, werden dem Grundmetall die Zusätze in schmelzflüssigem Zustand zugefügt, um die Werkstoffeigenschaften wie Härte oder Korrosionsbeständigkeit auf gewünschte Weise zu ändern. Rotgold ist z.B. eine Legierung aus Feingold, Kupfer und eventuell etwas Silber.

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Löten

Unter Löten versteht man die Verbindung von zwei Metallteilen durch ein bei niedrigerer Temperatur schmelzendes Zusatzmetall. Im Gegensatz zum Schweißen werden hierbei die zu verbindenden Teile nicht angeschmolzen. In der Verbindungsschicht bilden das Grundmetall und das Lötmetall eine Legierung und gehen eine feste Verbindung ein.

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M

Mattieren
Modeschmuck
Mondstein


Mattieren

Das Mattieren bezeichnet das Bearbeiten von Schmuckstücken mittels Schlagbürsten oder durch Sandstrahlen. Dadurch entsteht eine feine, gleichmäßige Oberfläche mit einem edlen, matten Schimmer.

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Modeschmuck

Modeschmuck wird aus preiswerten Materialien industriell in großen Stückzahlen hergestellt. Er hat einen geringen Preis und erfüllt aus diesem Grund keine hohen Anforderungen an die Haltbarkeit.

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Mondstein

Mondstein ist ein durchscheinender Feldspat mit einem kühlen, weißblauen, manchmal auch gelblichen Schimmern, das an das Leuchten des Mondlichts erinnert. Dieses Schimmern entsteht durch den lamellenförmigen, das Licht zerstreuenden Aufbau des Steines im Innern. In Indien gelten Mondsteine als Traumsteine, die schöne Träume bringen sollen. Die Steine sollen die Intuition stärken.

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N

Naturstein
Neusilber


Naturstein

Ein Naturstein ist ein in der Natur vorkommender und eventuell von Menschenhand bearbeiteter Stein. Im Gegensatz dazu wird beim synthetischen Stein das Rohmaterial technisch hergestellt.

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Neusilber

Neusilber ist der Name für eine Kupfer-Nickel-Zink-Legierung von silberähnlicher Farbe. Ein früherer Name ist Alpaka. Es handelt sich um eine leicht zu bearbeitende und gut zu versilbernde oder vergoldende Legierung. Auch heute noch sind die meisten versilberten Essbestecke aus Neusilber.

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O

Onyx
Opal


Onyx

Der Onyx ist eine aus schwarzen und weißen Lagen aufgebaute Varietät des Chalzedon. Seine tiefschwarze Farbe macht ihn zu einem beliebten Schmuckstein. Der Onyx wird sehr häufig zur Herstellung von Gemmen verwendet. Im Mittelalter wurde der Stein als Unheilsstein angesehen. Man schreibt ihm aber auch eine Stärkung des Durchsetzungsvermögens und des gesunden Selbstwertgefühls zu.

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Opal

Der Opal besteht aus Kieselsäure und Wasser und hat eine amorphe Struktur, was bedeutet, dass die Atome keine geordnete Struktur besitzen, sondern ein unregelmäßiges Muster bilden. Der Opal kommt in den unterschiedlichsten Färbungen vor, man unterscheidet die schillernden Edelopale, die roten Feueropale und die gemeinen Opale, die in der Schmuckherstellung aufgrund ihrer Undurchsichtigkeit und dem fehlenden Farbenspiel kaum eine Rolle spielen. Opale sind äußerst selten, wobei der weitaus größte Teil aus Australien kommt. Im Schmuckbereich werden häufig Opaltripletten verwendet, mit einer Unterschicht aus Onyx, darüber der Opal und darüber eine Schicht aus Bergkristall zum Schutz, da der Opal sehr empfindlich ist. Die Schicht aus Bergkristall verhindert auch das Austrocknen, da das "Opalisieren", der schimmernde Glanz, hauptsächlich durch den hohen Wassergehalt entsteht. Bei den Römern war der Opal als Stein der Liebe und der Hoffnung bekannt, außerdem gilt er als Talisman der Diebe und Spione.

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P

Perle
Perlmutt
Platin
Punze


Perle

Eine Perle ist ein fester, meist runder Fremdkörper aus Perlmutt, der in Muscheln heranwächst. Perlen bestehen hauptsächlich aus Calciumcarbonat, sie wachsen in schichtweisen Plättchen heran und werden von einer organischen Mischung aus Proteinen und so genanntem Conchin zusammen gehalten. Der charakteristische Perlglanz wird Lüster genannt. Als echte Perle dürfen nur natürlich gewachsene Perlen bezeichnet werden, allerdings werden fast alle Perlen, die heutzutage zur Schmuckherstellung verwendet werden, gezüchtet. Perlen werden in vielen Kulturen große Bedeutung beigemessen, sie sind das Symbol für Liebe und Reinheit, manchmal auch für Tränen. Ihnen werden auch allerlei heilende Eigenschaften zugesprochen. Perlen sind empfindlich gegenüber Säuren, Hautschweiß und Kosmetika. Ihr Gewicht wird in Grain angegeben, wobei ein Grain 0,05g oder 1/4 Karat entspricht.

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Perlmutt

Perlmutt ist die glatte, schimmernde, aus Calciumcarbonat bestehende Innenfläche einer Muschelschale. Es handelt sich im Wesentlichen um das gleiche Material, aus dem sich eine Perle bildet. Perlmutt wird wegen seiner irisierenden Eigenschaften seit langer Zeit zur Schmuckherstellung verwendet. Die Farben des Perlmutts unterscheiden sich je nach Herkunft stark, am wertvollsten ist ein fleckenloser, weißer Farbton.

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Platin

Platin ist ein grau-weißes, schweres Edelmetall, sehr dehnbar und korrosionsbeständig. Durch die große Haltbarkeit und Seltenheit wird Platin zur Herstellung hochwertigen Schmucks verwendet. Zur Verarbeitung sind spezielle Apparaturen notwendig, da Platin mit 1772 Grad einen sehr hohen Schmelzpunkt hat.

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Punze

Eine Punze ist ein Werkzeug, das dem Meißel ähnelt und zum Einschlagen von Zeichen oder Mustern dient. Punzieren nennt man das Einschlagen des Prüfzeichens.

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Q


Quarz

Quarz ist eine Modifikation des Siliziumdioxids, nicht ganz korrekt auch Kieselsäure genannt. Reines Quarz ist farblos (Bergkristall), durch Fremd-Ionen oder Bestrahlung entstehen verschiedene Varietäten, wie z.B. Rauchquarz oder Rosenquarz, aber auch Amethyst oder Citrin.

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R

Rauchquarz
Rhodinieren
Rhodium
Rosenquarz
Rubin


Rauchquarz

Rauchquarz ist eine Quarzvarietät mit brauner oder schwarzer Färbung, der durchsichtig bis durchscheinend ist. Die Farbe entsteht durch Einwirkung von Radioaktivität. Rauchquarz ist zwar relativ häufig, aber dennoch seltener als Bergkristall, weshalb Rauchquarze oft künstlich durch radioaktive Strahlung aus Bergkristallen hergestellt werden.

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Rhodinieren

Aufbringen einer dünnen Rhodiumschicht durch Galvanisieren.

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Rhodium

Rhodium ist ein weißes Edelmetall der Platingruppe, das wegen seiner Anlaufbeständigkeit und seinem platinähnlichen Aussehen zum galvanischen Veredeln unedlerer Metalle verwendet wird.

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Rosenquarz

Rosenquarz ist eine rosarote, milchig-trübe bis durchscheinende Varietät des Quarzes. Er gilt als Symbol für Liebe und Fruchtbarkeit.

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Rubin

Der Rubin ist ein Edelstein, der zur Familie der Korunde gehört und nach dem Diamant der zweithärteste Stein. Rubine sind selten und haben deshalb einen sehr hohen Wert, deshalb werden sie in großem Umfang auch synthetisch hergestellt. Ihre rote Farbe erhalten Rubine durch den Anteil Chrom. Der Rubin, wie allerdings auch der Granat, wurden im Mittelalter Karfunkel genannt. Er gilt seit Jahrhunderten als Stein der Macht, weshalb er der bevorzugte Edelstein der Fürsten und Könige war. Manche als Cabochon geschliffene Rubine zeigen ein seidiges Aussehen, das durch eingelagerte Rutilnadeln entsteht. Dadurch entsteht ein Katzenaugen-Effekt oder manchmal ein sechsstrahliger Stern aus Lichtlinien (Asterismus). Diese sogenannten Sternrubine sind sehr geschätzt.

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S

Saphir
Schmuckstein
Silber
Smaragd
Solitär
Strass
Synthetische Steine


Saphir

Der Saphir ist ein sehr wertvoller Edelstein aus der Familie der Korunde. Die Farbe kann vom Himmelbau bis zu einem fast schwarzen Dunkelblau reichen, wobei Königsblau die begehrteste Farbe ist. Eigentlich bezeichnet Saphir jeden Schmuckstein aus Korund, wobei es sehr unterschiedliche Färbungen gibt, aber im engeren Sinne wird der Begriff nur noch für die blauen Steine benutzt. Der Saphir hat genau wie der Rubin eine sehr hohe Härte. Auch er zeigt gelegentlich den Katzenaugen-Effekt oder auch den sechsstrahligen Stern (Asterismus). Dieser Edelstein symbolisiert oftmals Frieden, Ruhe und Reinheit und Treue.

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Schmuckstein

Zu den Schmucksteinen zählen vor allem Edel- und "Halbedelsteine", aber auch z.B. Bernstein. Edelsteine sind sehr seltene Minerale mit großer Widerstandsfähigkeit und besonderer Schönheit. Bekannte Edelsteine sind z.B. Diamant, Rubin, Saphir und Smaragd. Um den Glanz von Edelsteinen zu erhöhen, werden sie meist zu kristallähnlichen Formen geschliffen wie z.B. im Brillantschliff. Geschliffene Edelsteine bezeichnet man auch als Juwelen. Bei den Halbedelsteinen handelt es sich um seltene Minerale, die sich durch ihre Schönheit auszeichnen. Sie sind allerdings wesentlich häufiger in der Natur zu finden als Edelsteine, meist nicht so hart und deshalb weniger wertvoll. Der Begriff Halbedelstein wird eher umgangssprachlich verwendet. Zu den Halbedelsteinen zählen z.B. Amethyst, Granat, Lapislazuli und Türkis. Da sich viele Minerale in der Farbe sehr ähnlich sehen, werden seltene häufig durch verbreitetere und damit billigere Minerale nachgeahmt (imitiert). Noch einfacher ist es, Imitationen mit Hilfe von Glas oder Keramik zu erzeugen. Viele Schmucksteine werden in der Esoterik als Heilsteine verwendet oder sollen in Amuletten vor schlechten Einflüssen schützen.

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Silber

Silber gehört neben Gold und Platin zu den wichtigsten Edelmetallen zur Schmuckherstellung. Die glatte Silberoberfläche ist einer der besten Reflektoren für Licht, wodurch der bekannte weiße Glanz entsteht. Es ist beständig gegen Luft und Säuren, das Anlaufen entsteht durch Kontakt mit Schwefelverbindungen. Um dieses zu verhindern werden manchmal die Oberflächen versiegelt, z.B. durch das Rhodinieren. Silber ist sehr dehnbar, aber auch sehr weich, aus diesem Grund wird es vor der Verarbeitung mit Kupfer legiert (Legierung). Die gängigste Silberlegierung zur Schmuckherstellung ist das 925er Silber (925 von 1000 Teilen der Legierung sind Silber), auch Sterling-Silber genannt. Neusilber ist kein Silber, sondern eine Kupfer-Nickel-Zink-Legierung.

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Smaragd

Der Smaragd ist eine intensiv grüne Varietät des Berylls. Smaragde werden als besonders wertvolle Schmuck- und Edelsteine geschätzt, wobei besonders die Smaragde aus Brasilien wegen ihres kräftigen Grüns teilweise höhere Preise als gleichgroße Diamanten erzielen. Der Smaragd zeigt oft eine ungleichmäßige Farbverteilung und Farbtrübung durch Risse und Einschlüsse. Aus diesem Grund wird der Stein z.B. durch ungefärbte Kunstharze stabilisiert.

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Solitär

Unter Solitär versteht man einen einzeln gefassten, großen Edelstein.

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Strass

Als Strass-Steine bezeichnet man Glas-Steine, die als Imitationen von Diamanten verwendet werden, benannt nach ihrem Erfinder Georg Friedrich Strass.

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Synthetische Steine

Technisch hergestellte Steine, die in Aussehen, Eigenschaften und chemischer Zusammensetzung den natürlichen Edelsteinen weitgehend entsprechen und natürlich sehr viel preiswerter sind. Synthetische Steine werden auch als Schmucksteine verwendet, wobei der Zusatz "synthetisch" nicht fehlen darf.

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T

Tigerauge
Topas
Türkis
Turmalin


Tigerauge

Das Tigerauge ist eine goldgelbe bis goldbraune Varietät des Quarzes, das auf polierten Flächen den Katzenaugen-Effekt (Chatoyance) zeigt. Im Mittelalter sollte das Tigerauge als Amulett gegen Dämonen und Verhexungen schützen, die Kreuzritter sollen es während der Kreuzzüge getragen haben.

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Topas

Der Topas ist ein wertvoller, durchsichtiger Schmuckstein mit variabler Färbung. Er kann gelbbraun, blau, rot, violett oder farblos sein, wobei auch eine farbliche Veränderung durch Erhitzen oder Bestrahlen hervorgerufen werden kann. Obwohl der Topas recht hart ist, ist er leicht spaltbar und daher schwierig zu bearbeiten. Der Citrin wird fälschlicherweise auch Gold-Topas genannt, obwohl er mit dem Topas wenig gemeinsam hat. Der echte Topas wird daher als Edel-Topas bezeichnet.

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Türkis

Türkis ist ein seltenes Mineral aus der Ordnung der wasserhaltigen Phosphate, wobei kleine Steine noch relativ häufig vorkommen, aber größere sehr selten sind, so dass der Preis ab einer gewissen Größe überproportional steigt. Er hat eine spezielle blaugrüne Färbung, der die Farbe Türkis ihren Namen verdankt und zeigt oft dunkle Sprenkel und Bänder. Der Türkis ist seit tausenden von Jahren als Schmuckstein begehrt und wurde damals wie heute auch wie kein anderer behandelt oder imitiert. Er gilt als starker Glücksstein und schmückte schon die Herrscher des alten Ägypten und der Azteken. Heute wird der Stein häufig für Schmuck im indianischen Stil verwendet.

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Turmalin

Die Gruppe der Turmaline besteht aus einer Mischreihe kristallisierender Silikate mit sehr variabler, durchsichtiger Farbe. Häufig kommen blaue, grüne, rote, rosafarbene, braune oder schwarze Kristalle vor, wobei ein einzelner Kristall auch mehrere Farben aufweisen kann. Man kann bei manchen Turmalinen auch den Effekt beobachten, dass ein Kristall je nach Betrachtungsrichtung unterschiedliche Farben zeigt (Pleochroismus), was ihn zu einem faszinierenden Schmuckstein macht. Weiterhin laden sich die gegenüberliegenden Kristallenden des Turmalins bei Temperaturveränderung oder Druck elektrisch entgegengesetzt auf.

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V


Varietät

Eine Varietät ist eine besondere Erscheinungsform eines Minerals mit charakteristischer Färbung, Transparenz und Kristallgröße.

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Z

Zirkon
Zirkonia
Zitrin


Zirkon

Der Zirkon ist ein Mineral der Silikatgruppe, dessen Farbvariationen von durchsichtig, über gelb, rot und grün bis zu dunkelbraun reichen. Besonders reine, durchsichtige Exemplare werden aufgrund ihrer hohen Lichtbrechung gern als Ersatz für Diamanten verwendet. Unter dem Namen Hyazinth stand der Stein früher in dem Ruf, Wahnsinn heilen zu können.

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Zirkonia

Im Gegensatz zum Zirkon handelt es sich bei Zirkonia um eine synthetisch hergestellte, kostengünstige Diamanten-Imitation. Für den Laien sind Zirkoniasteine von echten Diamanten fast nicht zu unterscheiden, da sie in allen Größen, Farben und Formen, sogar mit künstlichen Einschlüssen hergestellt werden.

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Zitrin

siehe Citrin

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